Der Übermut des Alltags, eine Prise Corona und ein Hauch Fernweh

Hier gibt's Leseproben meiner Kolumnen

 

Auf und davon?!

 

Es beginnt mit einem Gefühl. Vor über einem Jahr klopft es das erste Mal bei mir an und raunt mir fragend zu: Wann gab es in deinem Leben zuletzt etwas wirklich Neues. Jenseits deiner Komfortzone? Das Gefühl kämpft nicht, es ist nicht einmal laut. Dafür verströmt es sanft aber stetig eine Sehnsucht… „… ich muss mal weg, kenn jede Taube hier beim Namen.“ Und plötzlich kann ich keiner Taube mehr hinterherschauen, ohne an diese Textzeile zu denken, ein sehnsuchtsvolles Ziehen in der Brust.     

 

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(März 2021)


 

Viel Lärm um nichts?

 

Das Plakat am Straßenrand ist nicht zu übersehen. LÄRM? … steht da in roten Versalien. Und ich frage mich: Ist das wirklich das Gebot der Stunde? Beim ersten Mal halte ich es für ein Missverständnis. Denn ich will nicht glauben, was ich bereits ahne. Beim zweiten Mal macht der Blick auf die Unterzeile jeglichen Zweifel zunichte: die Telefonnummer des Ordnungsamtes.   

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(März 2021)


 

Wachstumsschmerz!

 

Als Jugendliche hatte ich oft Rückenschmerzen. „Das kommt vom Wachstum“, meinten die Erwachsenen und nickten wissend. Es ging vorbei. Jetzt tut es manchmal anders weh. Erwachsen zu werden war für mich kein Kinderspiel. Nicht nur wegen der Rückenschmerzen. Ich spürte, mit zunehmender Körpergröße werde ich auch anders wahrgenommen. Plötzlich war ich mit den Erwachsenen körperlich auf Augenhöhe, ob ich das wollte oder nicht. Mich reif dafür fühlte oder nicht.           

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(Februar 2021)


 

Geht nicht?!

 

„Und, was macht ihr zu Ostern?“, fragt mich meine Nachbarin gestern Abend. „Nichts. Und ihr?“, gebe ich zurück. „Nichts“, meint sie achsel-zuckend. Etwas nachdenklich heben wir in stillem Einvernehmen die Gläser, in denen der Rotwein auf uns wartet, und prosten uns über die Balkonbrüstungen zu. Ostereier-Suche in der Großfamilie? Pustekuchen. Oster-Wanderung? Fehlanzeige. Osterbrunch in der Lieblingskneipe? Gestrichen. Die Antwort ist immer: Corona.        

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(April 2020)


 

Segel setzen!

 

 Wir sitzen alle im selben Boot.“ Dieser Satz, ausgesprochen von Papst Franziskus auf dem leeren Petersplatz in Rom Ende März, geht mir nicht aus dem Kopf. Weil ich, je länger die Krise dauert, nicht mehr an ihn glaube. Noch immer fühlt sich für mich Corona an wie ein groß angelegtes Experiment. Eines, dass die Welt erst einmal komplett aus den Angeln hebt. Um dann zu schauen, was danach kommt. Kommen kann.                                                  Mehr lesen

 

(April 2020)

Brit Gloss Autorin Dresden Sachsen WM-Kolumne Fußball Sächsische Zeitung, Sächsische.de
© [M] Federico Gambarini/dpa/SZ

 

Kolumnen zur Fußball-WM 2018!

 

Veröffentlichung: Sommer 2018   

Sächsische Zeitung / Sächsische.de

 

"Achtzig Millionen und ich"     (Leseprobe)

"Es geht eine Träne auf Reisen"    (Leseprobe)

"Ich drück die Daumen" (Leseprobe)

 


Brit Gloss Autorin & Kolumnistin, Liebe zum Schreiben, Notizen, Notizbuch, Arbeiten im Café

 

Adams Äpfel

 

„Elstar“ steht auf dem kleinen, ovalen Etikett. Es klebt auf jedem einzelnen Elstar-Apfel, der in der Kiste mit Elstar-Äpfeln liegt, an der das Schild „Elstar“ prangt. Was mir wohl mein Supermarkt damit sagen will? Dass die sowieso nahezu identisch aussehenden Äpfel alle von derselben Sorte sind? Vermutlich „Elstar“? Vielleicht sollte ich das Etikett mitessen, damit auch der Magen weiß, jetzt kommt ein Elstar?  Mehr lesen

 

(Juni 2018)