Vom Lesen, Schreiben und dem Finden von Lieblingsplätzen

Brit Gloss Autorin Dresden Sachsen Haus der Presse Dresden

Autorin Brit Gloss

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Das Haus der Presse in Dresden

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Glücklich übers dritte Buch!

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Ein schöner Platz zum Schreiben -

die Lingnerterrassen in Dresden

An einem Sonntag im Sommer 1968 erblickte ich als Grit Bloß in Dresden die Welt. Ich hatte schon als Kind Freude am Geschichten ausdenken, erzählen, weiterspinnen.

Zur Autorin jedoch fühlte ich mich keineswegs berufen. Ich wäre nicht einmal auf die Idee gekommen, diese Freude zum Beruf machen zu wollen.

 

Stattdessen verschlang ich die Bücher anderer Autorinnen und Autoren. Bibliotheken zählten schon seit meiner frühen Kindheit zu meinen Lieblingsorten. Hier öffnete sich für mich eine ganz eigene Welt; eine Welt, die grenzenlos schien – mit all ihren Facetten zwischen Gut und Böse. Noch heute liebe ich es, nicht nur in meiner Heimatstadt, sondern auch unterwegs, ob im In- oder Ausland, diese für mich magischen Orte aufzusuchen.

 

Nach dem Abitur zog es mich in die große, weite Welt. Um genau zu sein, zweihundert Kilometer in Richtung Norden: nach Berlin. Hier begann ich mit mehr oder weniger Eifer Betriebswirtschaft zu studieren. Gleichzeitig tauchte ich ein in diese schon damals pulsierende Großstadt, eine Stadt im Pendel zwischen Kiezleben und Weltoffenheit.

Ich saugte das Angebot an Kunst und Kultur auf Straße, Bühne und Leinwand in mich ein – und staune eigentlich noch im Nachhinein, dass ich mein Studium trotz der tausend Ablenkungen zum Abschluss gebracht habe.

 

Berlin bot mir dann auch erste Erfahrungen auf dem Weg ins Berufsleben. Und die hatten allesamt was „mit Medien“ zu tun: der Nebenjob beim Berliner Abendblatt, das Praktikum bei der Berliner Zeitung, die Jobs bei der Deutschen Welle sowie der taz, die tageszeitung.

 

Ende der Neunzigerjahre sorgte eine Stellenanzeige in der Sächsischen Zeitung dafür, dass ich dem Ruf zurück nach Dresden folgte. Und neben meinen Job genoss und genieße ich nach acht Jahren Berlin die Tatsache, dass in Dresden viele Wege nicht länger als maximal eine halbe Stunde dauern und die Elbe bei mir fast vor der Haustür liegt.

 

Ich bin der Medienbranche bis zum heutigen Tag treu geblieben: Als Leiterin der Unternehmenskommunikation der DDV Mediengruppe fange ich im geschriebenen und gesprochenen Wort die Facetten dieses so vielfältigen, stetig wachsenden Unternehmens ein.

 

Man könnte meinen, mir würde das „Geschichten erzählen“ im beruflichen Umfeld genügen. Trotzdem widmete ich in den vergangenen Jahren meine freie Zeit wieder mehr und mehr dem Schreiben, zunächst vorrangig von Kurzgeschichten. Ich las sie stets nur im kleineren Kreis vor – bis eine Freundin meinte: „Schreib doch mal ein Buch. Ich würde auch fünf davon kaufen.“ Wenn das kein Antrieb war?

 

Im Herbst 2017 war es tatsächlich soweit: Mein Debüt „Grüße vom Sofa“ erschien im SAXO’Phon Verlag – mit sechzehn augenzwinkernd erzählten Kurzgeschichten über den Alltag. Und nach mehrfach charmant-hartnäckigem Nachfragen der Verlagskollegin nach weiteren meiner Kurzgeschichten, folgte Anfang 2019 Buch Nummer zwei: „Vom Nichtstun und Bleibenlassen“.

 

Ich bin dankbar, dass es mein mittlerweile erwachsener Sohn mit entspannt-stolzer Fassung trägt, ab und an in meinen Geschichten aufzutauchen.

 

Im April 2020 erschien bei der DDV Edition mein drittes Buch "Versuchsweise glücklich", eine 6-Minuten-Heilmethode im Selbstversuch. Und damit kam eines meiner Herzensprojekte auf den Weg: Das Manuskript, welches ich gut vier Jahre zuvor als mein persönliches Tagebuch zum „Healing Code“ begonnen hatte. Es ist mir eine Freude, meine Erfahrungen mit dieser Heilmethode so auch mit anderen teilen zu können.

 

Ich liebe es, in Dresden zu leben, zu arbeiten und zu schreiben. Und wird es mir hier mal zu eng, zu barockig, zu sächsisch, mache ich mich auf zu meinen Lieblingsplätzen in Berlin. Oder, wie fast jedes Jahr, ans Meer – mal für eine kürzere, mal für eine längere Zeit. Am Meer könnte ich ewig sitzen und den Wellen beim Kommen und Gehen zusehen.

 

Ich genieße es, alltägliche Begegnungen jenseits meines Sofas aufzuschreiben. Vielleicht passiert mir manches ja nur deshalb, um es später in Geschichten verarbeiten zu können. Sollte es so sein, kann ich nur sagen, danke, liebes Leben!

 

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